



Vogelschutz ist biologischer Pflanzenschutz
Vogelschutz ist nicht nur aus ökologischer Sicht
notwendig, sondern auch aus wirtschaftlicher.
Die vorhandenen Monokulturen von Wald-, Gemüse-
und Obstbau fördern in höchstem Maße die Vermehrung von Schadinsekten. Die Bekämpfung mit Spritzmitteln
ist nicht mehr zeitgemäß und wurde von ökologischen Einsichten überholt. Auf Grund der großen Flächen
wäre eine Waldbehandlung mit Insektiziden ohnehin unwirtschaftlich.
Der Vogelschutz ist daher
eine sichere und natürliche Methode zur Bekämpfung von Schadinsekten
Wenn man bedenkt, dass eine
Meise für sich und ihre Brut als Nahrung jährlich ca. 150'000 Schadinsekten benötigt, dann kann man ermessen,
welchen vorbeugenden Nutzen gegen Schadinsekten eine sorgfältig aufgebaute Singvogelpopulation besitzt.
Allein im Wirtschaftswald können neun verschiedene blatt- und nadelfressende Schadinsektenarten mit Ihren
Nachkommen große Schäden anrichten. Zu nennen sind Frostspanner, Eichenwickler, Schwammspinner, Buchenspinner,
Kiefernspanner, Forleule, Kiefernspinner, Kiefernbuschhornblattwespe und die Nonne. Im Obstbau ist es
in erster Linie der Apfelwickler, die Apfelsägewespe, die Apfelblattlaus und die Apfellaus, die Schäden
anrichten.
Nisthilfen durch künstliche Nisthöhlen sind daher unabdingbar und die sicherste Lösung
zum biologischen Pflanzenschutz.
Leider werden immer wieder ungeeignete Geräte eingesetzt. Dies
sicher nicht nur aus Kostengründen, sondern vielmehr aus Unwissenheit. Für z.B. Blaumeisen wird landläufig
die Meinung vertreten, dass ein Brutraum von 12 cm Durchmesser ausreichend ist. Diese Nistgeräte werden
im Handel in großer Zahl angeboten. Leider ist dies ein folgenschwerer Irrtum, da diese Nistgeräte
vogelschädlich und vielfach auch für die Brut tödlich sind.
Bereits beim Nestbau muß die Meise
ein hohes Nest bauen, damit die Jungen Licht bekommen. Nesträuber haben daher ein leichtes Spiel und
können Eier oder Jungen durch das Einflugloch herausholen. Ebenso sind die brütenden Altvögel in Gefahr,
wenn sie beim Brüten dicht vor dem Einflugloch sitzen.
Füttern können die Altvögel die Jungvögel
nur von oben. Werden sie älter, müssen die Altvögel beim Füttern auf ihnen sitzen. Dadurch können einige
von ihnen nicht sperren, bekommen keine Nahrung und werden möglicherweise verletzt. Auf Grund der Enge
kann kein Kot mehr abgenommen werden. Parasiten breiten sich aus. Die schlimmste Gefahr für die Jungvögel
liegt jedoch in der Unterkühlung. In den letzten Tagen, vor dem ersten Ausfliegen, sind sie dafür besonders
anfällig. Wenn man bedenkt, dass in den letzten drei Tagen der Nestlingszeit die Anflüge der Altvögel
mit Futter 600 bis 800 Anflüge pro Tag betragen und man annimmt, dass bei Regenwetter jedes Mal nur zwei
Tropfen Regen pro Anflug durch die Altvögel in die Nisthöhle hinein getragen werden und auf die Jungen
tropfen, dann ist es nicht verwunderlich, dass diese elendig an Unterkühlung durch Verdunstungskälte
eingehen. Dies ist leider sehr häufig der Fall und viele wundern sich warum die gesamte Brut tot ist.
Auch andere Höhlenbrüter leiden unter dieser Problematik.
Die von uns hergestellten Nisthöhlen
aus atmungsaktivem Holzbeton haben daher einen vergrößerten Brutraum von 14 x 19 cm. Das Nest muß nicht
unten gebaut werden sondern hinten und die Altvögel können die Jungen von vorne füttern, Kot abnehmen
und sitzen beim Brüten sicher. Mit dem nassen Gefieder der Altvögel kommen die Jungen nicht in Berührung.
Durch den massiven Vorbau kann kein Marder in das Nest fassen und kein Specht das Flugloch erweitern.
Der vergrößerte Brutraum veranlaßt die Jungvögel einige Tage länger im Nest zu verbleiben. Sie sind damit
beim ersten Ausfliegen flugfähiger und weniger gefährdet.
Nisthöhlen werden immer in Richtung
Süden oder Südosten ausgerichtet aufgehängt. Pralle Mittagssonne ist zu vermeiden.
Die günstigste
Jahreszeit für die Anbringung ist der Herbst. Die in unseren Regionen verbleibenden Vögel haben
dann ein Winterquartier zur Übernachtung und können sich so an die neuen Nisthöhlen gewöhnen.
Die Anzahl der Nisthilfen ist abhängig von dem Futterangebot und der Eingewöhnung. In
Gärten fängt man mit einer Nisthöhle M 2-27, einer Nischenbrüterhöhle NBH und drei Universalnisthöhlen
U-oval 30/45 an. Schon im nächsten Jahr kann man die Anzahl steigern.
Im Wald kann man mit einer
Nisthöhle je Vogelart z.B. Kleinmeisen, Kleiber, Kohlmeisen, Fliegenschnäpper etc. pro Hektar anfangen.
Hinzu kommen eine Baumläufer- und eine Fledermaushöhle. Die Anzahl der Nisthilfen wird dann pro Jahr
gesteigert bis 60-80% belegt sind.
Mit unseren Nisthöhlen befinden wir uns z.Zt. in einer freiwilligen
Prüfung für Vogelnistgeräte bei der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut
für biologischen Pflanzenschutz, in Darmstadt
Der biologische Pflanzenschutz wird in der Nacht
durch Fledermäuse weitergeführt. Durch Anbringung von Spalten- und Volumenkästen können sich Wochenstuben
oder Ansammlungen von männlichen Fledermäusen bilden.
Es muß ein großes Anliegen des Naturschutzes
sein den noch verbliebenen und unter Naturschutz stehenden Fledermausarten einen artgerechten Lebensraum
zu gestalten. Dazu gehört die Anbringung von künstlichen Höhlen an und in Gebäuden, unter Brücken und
Kellern oder anderen Gewölben sowie im Wald. Vor allen Dingen die spaltenbewohnenden Fledermäuse finden
im Wirtschaftswald und in versiegelten Gebäuden kaum noch Möglichkeiten zu übertagen und zu überwintern.
Hier bieten sich unsere Holzbetonhöhlen an. Sie sind langjährig haltbar, wartungsfrei, es bilden sich
keine Witterungsrisse wie beim Holz, es kann also nicht ziehen und giftige Ausdünstungen aus bei Holzkästen
verwendeter Dachpappe treten nicht auf.
Es lohnt sich also, sich mit unseren Nisthöhlen etwas
näher zu beschäftigen. Wir beraten Sie gerne.
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